Mode-Fotograf: Catwalk, After Show Partys und Modelfotografie

Für einen Modefotografen sind die internationalen Fashion Weeks in den großen Modemetropolen eine Möglichkeit, den Blick auf die neuen Fashion-Trends zu werfen. Neben dem Catwalk ergeben sich außerdem Gelegenheiten, um mit potenziellen Kunden ins Gespräch zu kommen. Doch viel Zeit bleibt nicht, denn die Modewelt wartet auf die neusten Fotos.

High Fashion am Catwalk – erste Reihe ist Pflicht für einen guten Mode-Fotografen

Auf einer Fashion Week zeigen die weltweit angesagtesten Designer mit den bekanntesten Models in den Shows ihre neusten Kollektionen. Modefotografen sind in vorderster Front dabei und stellen aus den Catwalk- oder Backstage-Fotos die neusten Trends in einem Überblick zusammen. Der Arbeitsplatz eines Modefotografen ist bei den Fashion Shows der großen Modehäuser oft direkt neben dem Catwalk (engl. auch runway genannt).

Für den Fotografen ist es wichtig, dass die neuen Kollektionen der Modelabel klar und mit einem gewissen Chic rüberkommen. Die ständig wechselnden Lichtverhältnisse, meistens eine Mischung aus Kunstlicht, Tageslicht und LEDs, erleichtern die Arbeit nicht sondern sind eher eine Herausforderung. Besonders kleinere Modelabels messen den Lichtverhältnissen oft zu wenig Bedeutung zu. Ein Fotograf muss besonders darauf achten, neue Schnitte und Farben zu erwischen, die für die Mehrheit der Modelabels in der kommenden Saison wichtig sind. Viele Fotografen arbeiten auf Auftragsbasis und produzieren die Modestrecken für Magazine.

Andere veröffentlichen ausgewählte Bilder in den zahlreichen Blogs der sozialen Medien. Als willkommene Abwechslung gelten auch Backstage-Storys zum Beispiel über einen der bekannten Designer oder Modefürsten. Dann heißt es vor und nach der Show bereits aktiv zu sein und das Geschehen hinter der Bühne zu dokumentieren. Hier liegt der Fokus darauf das Fertigmachen, Haare, Makeup, Dressen und Probelaufen mit der Kamera festzuhalten. Der Blick hinter die Kulissen, das Casting und der Ablauf der Präsentation sind für manche Fotografen so faszinierend, dass sie nicht das Gefühl haben, zu arbeiten.

Hektik und Stress hinter den Kulissen

Modefotografen bekommen die Gelegenheit bei den großen Fashion Shows einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Alle Shows haben ihren eigenen Charakter und sind sehr kommerziell ausgerichtet. Nach der Veranstaltung begeben sich die Fotografen in die vom Veranstalter bereitgestellte Media Launch. Die Media Launch ist oft ein total überfüllter Raum mit buchstäblich Hunderten von Fotografen mit ihrem Kamera-Equipment und Laptops um nach der Show die Bilder so schnell wie möglich an die auftragsgebenden Agenturen oder andere Medien zu senden. Ein guter Verdienst ist oft nur für den gesichert, der seine Bilder am schnellsten zu den Agenturen schickt. Das erklärt, warum die Arbeit eines Modefotografen auf einer Fashion Week nicht unbedingt als Entspannung gilt.

Mit ein bisschen Glück bekommt der Fotograf eine Einladung für eine Aftershow-Party. Ist diese Veranstaltung am Anfang noch sehr steif, wird aber mit wachsendem Konsum alkoholischer Getränke zunehmend entspannter und lockerer. Kostenloses exquisites Catering und auserlesener Wein sind für manche Fotografen der eigentliche Höhepunkt der Fashion Week. Gleichzeitig aber auch die Möglichkeit, mit einem auserwählten Publikum wie Redakteuren, Designern und anderen potenziellen Auftraggebern in Kontakt zu treten.

Fazit: Fashion Weeks sind lukrative Networkingveranstaltungen für Fotografen
Eine Fashion Show bedeutet für einen Modefotografen einige Tage lang 10 bis 12 Stunden (einschließlich anschließende Veranstaltungen) Arbeit und wenig Schlaf. Trotzdem werden die meisten der Modefotografen, die Nachts übermüdet ins Bett sinken sich auf die nächste Fashion Week freuen, denn für sie gibt kaum einen Beruf der interessanter ist.

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