7 Tipps, um das richtige Kamerastativ zu finden

Wer ein Kamerastativ kaufen möchte, sieht sich einem fast unüberschaubaren Angebot gegenüber. Während früher Kamerastative überwiegend aus Holz gefertigt wurden, sind hochwertige Stative sind heute aus Aluminium oder Karbon. Wer viel mit seiner Fotoausrüstung unterwegs ist, wird immer besonders auf das Gewicht achten. In jedem Fall ist es eine gute Idee, bei der Auswahl eines Stativs die folgenden Kriterien zu beachten.

7 Tipps, wie du das passende Stativ für dich findest

1. Gewicht

In den meisten Fällen muss ein Stativ vom Auto zum Einsatzort getragen werden, deshalb sollte das Gerät so leicht wie möglich sein. Auch auf Reisen sollte die leichtere und transportable Option gewählt werden. Es ist außerdem ein Unterschied, ob ein kleine, leichte Kamera oder eine schwerer DSLR mit einem großen Objektiv zum Einsatz kommt. Leichte Reisestative gibt es ab 800 Gramm, während die großen Exemplare mehr als 2 kg auf die Waage bringen. Einbeinstative (Monopods) wiegen ungefähr 650 gr.

2. Stabilität

Ein hohes Stativgewicht bedeutet nicht automatisch eine gute Stabilität. Im Idealfall kann man ein Stativ vorher testen. Wie verhält sich das Stativ an einem windigen Tag? Fängt es an zu schwingen, wenn jemand daran stößt? Carbon-Stative sind schwingungsärmer als die aus Aluminium, deshalb verwackeln die Aufnahmen nicht so leicht.

3. Verriegelung der Stativbeine

Die Stativhersteller verwenden unterschiedliche Mechanismen zum Verriegeln der Stativbeine in bestimmten Positionen. Welche Verriegelung besser geeignet ist, hat viel mit persönlichen Vorlieben zu tun. Eine Verrieglung sollte einfach zu bedienen und stabil genug sein, dass Gewicht der Kamera und ihrer Objektive zu halten. Abzuraten ist von billigen Plastik-Verriegelungen, die schnell brechen und damit das ganze Kamerastativ unbrauchbar machen

4. Maximale Höhe

Natürlich lassen sich alle Stative durch das Ausfahren der Stativbeine, aber auch der Mittelsäule, in der Höhe verstellen. Wie hoch sich ein Stativ ausfahren maximal ausfahren lässt, wird hauptsächlich von der eigenen Körpergröße bestimmt. Bei voller Stativhöhe sollte man immer noch bequem durch die Kamera schauen können. Große Personen (1,85 oder größer) haben oft Schwierigkeiten, ein geeignetes Stativ zu finden. Bestehen die Beine aus zwei ausfahrbaren Elementen, ist das Stativ im eingefahrenen Zustand wahrscheinlich größer als bei drei Elementen.

5. Stativköpfe

Stativköpfe gehören zu den wichtigsten Dingen an einem Kamerastativ. Ein zuverlässiger Stativkopf ermöglicht dem Fotografen die absolute Kontrolle über seine Kamera, deshalb sollte dieses Bauteil sehr sorgfältig ausgewählt werden. Hauptsächlich wird zwischen 3-Wege-Neiger, Getriebe- und Kugelköpfe sowie Panorama- und Videoköpfe unterschieden.

Videoköpfe werden gerne von Wildlife-Fotografen aber auch in der Sportfotografie und überall da, wo große Brennweiten gefragt sind, eingesetzt. Schnelligkeit und Präzision gehören zu den Hauptauswahlkriterien. Häufig kaufen Fotografen zuerst den Stativkopf und suchen dann das dazu passende Stativ aus.

6. Einbeinstativ (Monopod)

Kompakte Bauweise, Flexibilität und Stabilität gehören zu den ausschlaggebenden Kriterien für den Einsatz eines Einbeinstativs. Geräte dieser Art sind die perfekten Begleiter für Wanderungen und auf Reisen. Sie nehmen nicht nur wenig Platz ein, sondern sorgen auch für eine ausreichende Unterstützung und Stabilität bei den Aufnahmen. Sehr beliebt sind diese Stative auch bei Sportfotografen, beim Einsatz von schweren Teleobjektiven und bei häufigen Positionswechseln. Ambitionierte Fotografen haben die Auswahl zwischen kompakten Stativen für kleine spiegellose Kameras und stabilen Stativen für Mittelformat- und schweren DSLR-Kameras.

7. Handling

Kamerastative werden hauptsächlich bei langen Belichtungszeiten eingesetzt, um ein Verwackeln der Bilder zu verhindern. Bei langsamen Verschlusszeiten als 1/60 Sekunde sollte generell ein Stativ verwendet werden. Um zu überprüfen, ob das Stativ gerade steht, ist oft eine kleine Wasserwaage angebracht. Im ausgefahrenen Zustand sollte das Stativ fest auf dem Boden stehen und nicht wackeln. Über die Mittelsäule kann die Höhe korrigiert werden.

Fazit: Vor allem Größe und Gewicht entscheiden bei der Kamerastativauswahl

Stative sollten so groß sein, dass man in der maximalen Höhe bequem und ohne den Rücken zu krümmen durch die Kamera schauen kann. Nichts ist schlimmer, als den ganzen Tag mit einem gekrümmten Rücken zu fotografieren. Doch je größer ein Stativ ist, desto höher ist in der Regel das Gewicht. Als Fotograf wird man meistens einen Kompromiss zwischen Größe und Gewicht eingehen müssen.